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Kickboxen war nur ein Zwischenstopp

Claus Kowalik weiß, der beste Weg, ein guter Lehrer zu sein, ist, immer auch selbst Schüler zu bleiben. Und das beweist der Vater von drei Kindern täglich. Obwohl er als einstiger Deutsche Meister im Wushu und Gewinner unzähliger Wettkämpfe große Erfolge feierte, ist es nicht ungewöhnlich, ihn – nach wie vor – in einem kampfkunstaffinen Fitnesskurs anzutreffen. Claus möchte eben sicherstellen, nie die Grundlagen außer Acht zu lassen.

Der Triathlet und mehrfache Ironman-Teilnehmer kam über sein großes Vorbild zur Kampfkunst. Als Teenager schaute er jeden Bruce-Lee-Film. Dann wollte er auch können, was der Eastern-Star konnte. Ein Freund nahm ihn mit ins Kickboxtraining. Claus gefiel die Welt der schnellen Kicks. Ein Weg begann.

Es geschah über Nacht

Wobei das Kickboxen nur ein Zwischenstopp seiner über 30-jährigen Kampfkunstkarriere bleiben sollte. Zu seiner eigentlichen Leidenschaft, dem WingTsun, kam er erst Jahre später. Und das auf kuriose Weise. Als er als Schornsteinfeger in Frankfurt Halt machte, musste er eine Zeitlang das Lager einer Autowerkstatt durchqueren. Eines Morgens war die Halle nicht mehr wieder zu erkennen. Über Nacht entstand hier eine WingTsun-Schule.

Claus meldete sich kurzerhand an. Nun ging alles Schlag auf Schlag. Er begann seine Lehrerausbildung, leitete bald die ersten Standorte in Gelnhausen, Hanau und Nidderau. Heute hilft er Victor Gutierrez bei der Verbandsarbeit der „WingRevolution“ sowie dem Selbstverteidigungsverband KRAV CORE und tut das, was ihm eine Herzenssache ist: „Möglichst vielen Kindern im Main-Kinzig-Kreis zu helfen, besser im Leben zurecht zu kommen.“

 

„Leere deinen Geist. Werde formlos, gestaltlos – wie Wasser. Wenn man Wasser in eine Tasse gießt, wird es zur Tasse. Gießt man Wasser in eine Teekanne, wird es zur Teekanne. Wasser kann fließen und schmettern. Sei Wasser, mein Freund.“

– Bruce Lee